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Instandhaltung
Wir bauen langlebige Geräte, für welche keine zusätzlichen Instandhaltungsarbeiten vorgesehen sind, außer denen, die von den gültigen Bestimmungen vorgegeben sind. In jedem Fall stehen wir unseren Kunden mit unserer Kompetenz zur Verfügung, um, falls erforderlich, die entsprechenden Instandhaltungsmaßnahmen an bereits vorhandenen Anlagen vorzunehmen. Wir führen Besichtigungen vor Ort aus, um den Zustand der Anlagen festzustellen und dann entsprechende ganz im Sinne des Halters, bzw. des Besitzers oder Verwalters, liegende kostensparende Eingriffe vorschlagen zu können.
Die von uns gewählte Strategie liegt in der Qualität unserer Produkte und nicht auf der Instandhaltung und demzufolge ist es unser Wunsch, bezüglich dieser wichtigen Thematik Klarheit zu schaffen und somit kommen wir zur Grundfrage: wie können die Instandhaltungskosten reduziert werden ? Schauen wir es uns gemeinsam an.


Voraussetzung
ist, dass die Spielgeräte den Bestimmungen EN 1176:2008 entsprechen, anhand welcher diese hergestellt und regelmäßig kontrolliert werden. Bei den Kontrollen werden die eventuell vorzunehmenden Instandhaltungsarbeiten festgestellt.
Bestimmungen sind jedoch kein Gesetz. Sollte sich ein Unfall ereignen, durch den ein Nutznießer verletzt wird und sollte sich anschließend herausstellen, dass die Spielgeräte, wenn zwar auch unter Beachtung der Bestimmungen hergestellt, jedoch nicht gemäß der geltenden Bestimmungen instand gehalten wurden, so würde gegen den Besitzer bzw. den Halter gerichtlich vorgegangen werden.
Die Bestimmungen EN 1176-7:2008
Die Spielgeräte sowie deren Bestandteile sind regelmäßigen Inspektionen zu unterziehen; die Abstände zwischen den einzelnen Inspektionen dürfen nicht kürzer sein als wie vom Hersteller angegeben und der Besitzer bzw. der Halter ist dafür verantwortlich, sowie auch für den Zustand der Spielgeräte selbst.
Diese Inspektionen sollten von qualifizierten Personen durchgeführt werden, das heißt, diese müssten in Besitz der entsprechenden von einer Prüfungsbehörde ausgestellten Bescheinigung sein.
Die Reparatur der beschädigten Teile eines Spielgerätes sollte nur mittels Originalteilen erfolgen um den Fortbestand der ursprünglichen Charakteristiken zu gewährleisten.
Entsprechend der Bestimmungen sollte jeder Spielplatz über einen Inspektionsprogramm verfügen, welches von folgenden Faktoren abhängt:
- Art des aufgestellten Gerätes;
- Häufigkeit der Benutzung;
- Niveau der mutwilligen Zerstörungen;
- Berücksichtigung des Umfeldes, wie Küsten- oder Gebirgs-Gebiet, ...
- Belastung der Atmosphäre;
- Alter der Spielgeräte.
Die Bestimmungen sehen 3 Arten von Inspektionen vor:
- Normale Sichtkontrolle um die ins Auge stechenden durch Vandalismus oder häufige Benutzung entstandenen Schäden festzustellen. Größerem Risiko oder starker Nutzung ausgesetzte Plätze sollten täglich kontrolliert werden.
- Wirksame Inspektionen alle 1 - 3 Monate, um den Zustand der Geräte im Detail festzustellen, genauer gesagt:
- Kontrolle des Abnutzungsgrades des Bodenbelages;
- Kontrolle des Niveaus der Beschichtungen der Oberflächen;
- Kontrolle des Zustandes der Fundamente;
- Sichtkontrolle, um eventuelle morsche horizontale Teile, wie Querbalken der Schaukeln, oder morsche vertikale Teile, wie mit dem Boden verankerte Balken, rechtzeitig zu entdecken und welche Brüche verursachen könnten;
- Stabilitätskontrolle der Spielgeräte;
- Kontrolle, ob alle Fixierklemmen korrekt festsitzen;
- Kontrolle des Zustandes der Lackierungen und der Oberflächenverarbeitungen;
- Kontrolle der Schmierungen an den Verbindungselementen;
- Kontrolle der größten Benutzung ausgesetzter Komponenten, wie Schaukelsitze, Ketten, Netze und Rutschen;
- Kontrolle, ob eventuell gesplitterte Teile vorhanden sind;
- Sichtkontrolle um festzustellen, ob eventuell Teile fehlen, beschädigt oder abgenutzt sind oder ob mutwillige Zerstörung vorliegt;
- Kontrolle, ob die Mindesterfordernisse erfüllt werden, unter besonderer Beachtung darauf, dass nichts vorhanden ist, was eine Falle darstellen könnte.
- Jährliche Hauptinspektion, bei welcher der allgemeine Sicherheitszustand der Spielgeräte festgestellt wird.
Um diese Inspektionen durchzuführen, werden folgende Unterlagen und Informationen benötigt:
- eine Plakette, auch welcher, entsprechend der Normen UNI EN 1176/2008, die Daten des Spielgerätes und des Herstellers angegeben sind;
- Erkennungskarte des Spielgerätes, auf welcher dessen Ausmaße, sowie der einzuhaltende Sicherheitsabstand von diesem vermerkt sind;
- Schema der Grundierung;
- Montageanleitung;
- Kartei der Inspektionen und Instandhaltung;
- besondere Anweisungen vonseiten der Gemeinde, was die Sicherheit der unvorschriftsmäßigen Spiele betrifft (wie und mit was das Spielgelände und/oder die Spielgeräte umzäunt werden).



Analyse
- Entsprechend der Bestimmungen dienen die gewöhnlichen Inspektionen dazu, den guten Zustand der Geräte zu gewährleisten. Die auf dem Gelände eintretenden verschiedenen Situationen analysierend, so ergibt sich, dass sie auch die beste Basis darstellen, um Instandhaltungskosten einzusparen, denn ein sofortiger Eingriff bei Auftreten von Problemen jeglicher Art kann vermeiden, dass weitere Zerstörung der Geräte noch höhere Reparaturkosten verursachen.
- Wenn die Spielgeräte "jung" oder einfach guter Qualität sind, so beschränken sich die Inspektionen auf das Anziehen von Muttern und Bolzen, oder das Auswechseln von Kleinigkeiten, besonders dann, wenn die normalen Inspektionen regelmäßig und in kurzen Abständen durchgeführt werden; so zieht auch die jährliche Hauptinspektion nur geringe Eingriffe nach sich.
- Es ist offensichtlich, dass, wenn die Spielgeräte alt oder schlechter Qualität sind, häufiger Eingriffe vonnöten sind, die dann auch größere Kosten verursachen, jedoch niemals entscheidend sind, auch nicht bezüglich der Bestimmungen. Wenn die Bestimmung vorschreibt, dass die ursprünglichen Charakteristiken der Geräte auch im Laufe der Zeit unverändert erhalten bleiben müssen, diese jedoch von Anfang an nicht den Normen entsprachen, so versteht es sich von selbst, dass auch eventuelle Instandhaltungsarbeiten an deren Zustand nichts ändern können.
- Davon ausgehend, dass die Instandhaltung entsprechend der gültigen Normen stattfindet, so kommt der Besitzer der Spielgeräte nicht darum herum, wenigstens einmal wöchentlich seinen Platz zu inspizieren, sollte dies nicht bereits zu den ausdrücklich mit dem Lieferanten vertraglich festgelegten Dienstleistungen zählen, welche in der Regel lediglich 3-6 normale Inspektionen im Jahr vorsieht, plus eventuell anfallender Kosten für Arbeit und Ersatzteile.
Wie ist es also möglich, die Instandhaltungskosten einzuschränken?
- In die Ausbildung des Personals in die geltenden Bestimmungen investieren bedeutet die Erlangung der Kompetenz, die Inspektionen auf schnelle und der Bestimmungen entsprechenden Art ausführen zu können, wodurch man sich den Vorteil verschafft, die Geräte ständig unter Kontrolle zu haben und somit verhindern kann, dass kleine Schäden groß und teuer werden. (Link Corsi TÜV)
- Sollte man Geräte besitzen, die vor mehr als 10 Jahr hergestellt wurden, so sollte man sich über eine eventuelle Investition in neue Spiele Gedanken machen, eher als in ihre Instandhaltung. Eine aufmerksame Analyse der Kosten für an Dritte weitergegebenen Arbeiten, sowie für Ersatzteile, ergibt, dass die Instandhaltung wohl kaum ein reelles Ersparnis darstellt, besonders im Anbetracht der Verpflichtungen zur Übernahme der bereits genannten gesetzlichen Verantwortung; es ist also besser, das Geld in die Sicherheit zu investieren, als in eine Dienstleistung, welche in jedem Falle nicht als solche angesehen werden kann.




